Wirtschaftsform 2017: „Effizienter Weltmarktführer trifft digitalen Pionier“

„Effizienter Weltmarktführer trifft digitalen Pionier“ lautet das Motto des diesjährigen Wirtschaftsforums 2017 der Wirtschaftsinitiative Kreis Gütersloh e.V.!

Am 29. Juni ab 18:30 Uhr dreht sich in der Konferenzzone von Bertelsmann alles um Digitalisierung und den digitalen Wandel. Insbesondere wird die digitale Wettbewerbsfähigkeit von Unternehmen in Kooperation mit Startups in den Mittelpunkt gestellt. Zudem werden interessante Projekte aus der Region präsentiert.

Unter anderen wird auch Neuland-Medien Geschäftsführer Christian Terhechte bei der Diskussion „Digitaler Aufbruch im Kreis Gütersloh“ dabei sein.

Sie sind auch interessiert? Wir freuen uns auf rege Teilnahme!

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Smartphones und Tablets gehören heute zum Alltag, E-Mails werden von überall gelesen und beantwortet, der Kontakt zu Freunden verläuft fast intensiver über Social Media als Face to Face. Da liegt es nah, dass sich auch das Kaufverhalten stark online abspielt.

Wie oft hört man im Bekannten- und Freundskreis, dass dieses und jenes mal wieder im Internet bestellt wurde. Da gibt es ja alles. Zudem in allen erdenklichen Ausführungen. Und dann noch mit einem Klick. Praktisch – verfügbar, der Preis liegt meist noch unter der unverbindlichen Preisempfehlung (UPE) und dann wird es noch nach Hause geliefert. Zeit ist somit auch gespart, denn das in die Stadt fahren, parken und durch viele Geschäfte laufen und doch nicht erfolgreich sein, entfällt.

Aber was bedeutet das genau für den kleinen Mann? Das kleine lokal ansässige Unternehmen, welches seine Kunden noch kennt, eine vertraute Kundenbindung schafft, den Kunden berät und unterstützt? Wo bleibt das Einkaufserlebnis, das Glücksgefühl das man hat, wenn man voll bepackt mit Tüten – wenngleich mit schmerzenden Füßen – zum Auto geht?

Der digitale Wandel verändert nicht nur unser Sozialverhalten, sondern auch unser Kaufverhalten. Und das mit rasanter Geschwindigkeit. Wer nicht mitzieht, wird wohl irgendwann der Verlierer sein. Die Aufgabe Kunden zu finden, ist jedoch die gleiche geblieben. Nur das „wie“ und „wo“ hat sich geändert.

Früher oder später sollte sich jedes kleine und mittelständische Unternehmen – ob B2B oder B2C – mit der Digitalisierung befassen. Und zwar noch bevor der Zug abgefahren ist, in dem die Mitbewerber sitzen und die Kunden gleich mitgenommen haben. Der digitale Wandel betrifft alle Branchen, er stellt etablierte Geschäftsmodelle infrage und lässt wiederum neue Geschäftsmodelle entstehen.

Nehmen wir das Beispiel Social Media. Wie bereits geschrieben, hat Social Media heute so nahezu jeden erreicht. Fragt man den kleinen Unternehmer, so tun sich Unsicherheiten auf. Unsicherheiten, sich im Bereich Social Media zu präsentieren. Unsicherheiten vor einer unvorhersehbaren, nicht steuerbaren Entwicklung wie Kritik bis hin zu Shitstorms.

Doch was sich erst als große Hürde vor einen stellt, birgt auch große Chancen, sobald sie überwunden ist. Ohne großen finanziellen Aufwand kann auch der kleine Unternehmer hier sein Marketing betreiben, Kontakte pflegen, Kunden dazu gewinnen und Mitarbeiter anwerben. Zudem kann er leicht mit den Kunden in Kontakt treten oder Feedback zu seinen Produkten und Dienstleistungen bekommen. Ängste vor Kritik sollte er ausblenden – im Gegenteil, Kritik sollte hier als Chance gesehen werden, sich zu verbessern.

Digitalisierung: Chance oder Untergang?

 

Für die meisten Menschen sind viele Begriffe der Digitalisierung Neuland. Ein Großteil der Bevölkerung weiß zwar, was eine Webseite oder ein soziales Netzwerk ist, aber viele andere digitale Schlagwörter können die Deutschen nicht erklären, wie der D21-Digital-Index 2015 verdeutlicht. Während noch fast jeder Zweite etwas mit dem Begriff Cloud anfangen kann, sind Begriffe wie Internet der Dinge, Shared Economy oder Big Data für den Großteil der Bevölkerung Neuland.

Generell fällt auf, dass englische Begriffe tendenziell weniger bekannt sind als deutsche. Dies zeigt sich an verschiedenen Beispielen: Während der Unterschied zwischen Internetseite (78 Prozent der Deutschen kennen den Begriff und können diesen erklären) und Homepage (74 Prozent) noch sehr gering ausfällt, sieht es bei den Begriffen Soziale Netzwerke (72 Prozent) und Social Media (43 Prozent) schon etwas anders aus. Begriffe wie Apps (72 Prozent, plus drei Prozentpunkte gegenüber dem Vorjahr), Cloud (47 Prozent, plus vier Prozentpunkte) und LTE (39 Prozent, plus neun Prozentpunkte) haben deutlich an Bekanntheit gewonnen. Begriffe wie Share Economy, Big Data, Industrie 4.0 und Internet der Dinge sind nur einem kleinen Teil der Bevölkerung geläufig (zwischen acht und elf Prozent).

 

Anhand der nachfolgenden Infografik von Statista wird deutlich, dass die digitale Kompetenz der Deutschen und ihr Wissen zu digitalen Themen definitiv noch ausbaufähig sind.

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