Ein „Neuländer“ in Brasilien – Teil 1

Heute Abend heißt es Daumen drücken, wenn Deutschland bei der Fußball-WM 2014 seine erste Partie bestreitet. Live im Stadion fiebert unser Neuland-Medien-Mitarbeiter Patrick Bremehr (Foto in der Mitte) mit. Neben den drei deutschen Vorrundenspielen wird er mit seinen zwei Freunden aus Dortmund sechs weitere Begegnungen, darunter zwei Achtel- und ein Viertelfinale, sehen. Was Patrick in Brasilien alles erlebt, berichtet er selbst:

„Nach 11h Flug sind wir in Salvador de bahia gelandet. Mit an Bord des Sonderfliegers der Condor mindestens 90 Prozent Fußball-Fans. Laut Angabe des Piloten hat er das Rollfeld hier noch nie so voll gesehen. Eine Herausforderung für den Flughafen der von seiner Große mit dem von Paderborn zu vergleichen ist. Vor allem weil auch der kroatische Mannschaftsbus auf dem Rollfeld parkt und drum herum ein Konvoi von Polizei und Begleitfahrzeugen ist. Vermutlich beziehen die Kroaten hier in der Nähe ihr Quartier.

Dafür klappt aber alles weitere wie am Schnürchen. Für WM-Touristen gibt es eine eigene Passkontrolle mit rund 10 Schaltern. Überall Volunteers und Informationsschalter – auch wenn dort die Kommunikation überwiegend mit Händen und Füßen abläuft. Englisch sprechen hier nur die wenigsten und mein Babbel Portugiesisch Intensivkurs reicht noch nicht ganz für eine flüssige Kommunikation.

Am Ausgang steht hält jemand wie abgesprochen ein Schild mit unseren Namen in die Luft. Der Flughafen wirkt extrem sicher, überall Polizei und Sicherheitspersonal. Der rund drei Kilometer entfernte Mietwagenverleih ist in Containern beherbergt. Die Bürokratie inklusiv kopieren aller vorhandenen Pässe und Führerscheine dauert fast 45 Minuten – der Container ist aber klimatisiert und mit einem Fernseher ausgestattet. Bei 28 Grad und extrem hoher Luftfeuchtigkeit ein Segen.

Nachdem alle Vorschäden aufgenommen sind, wird das Gepäck in unserem kleinen Fiat verstaut. Der Kofferraum reicht nicht, so dass wir die Rückbank ebenfalls vollpacken. Danach fahren wir zurück zum Flughafen. Um kein Risiko einzugehen bleibt eine Person in Sichtweite des Autos während wir anderen Geld und Tickets im Flughafengebäude holen. Sicher ist sicher, immerhin haben wir unser komplettes Gepäck im Wagen.

Die Ticketabholung ist innerhalb von fünf Minuten erledigt, schnell unkompliziert und hilfsbereit haben wir jetzt auch rund 20 deutsche Ticketleitfäden von den verschiedenen Volunteeres bekommen. Schwerer ist dagegen die Geldabholung. 13 der 14 Automaten weisen unsere vorhandenen Geldkarten ab, bis dann endlich die ersten brasilianischen Reais in unseren Händen sind.

Es ist 16 Uhr und das nächste Spiel wird angepfiffen. Wir machen uns aber auf den Weg in das etwa 50 Kilometer nördlich liegende Praia do Forte. Ein heftiger Platzregen begleitet uns. Gut das hier alle Straßen abschüssig gebaut sind, so dass der Regen abfließen kann. Praia do Forte ist ein kleiner Ort direkt am Meer. Wir sind in unserem sehr sauberen Casa Verde Appartement mit großem Kühlschrank angekommen.

Kurzes Einrichten, Getränke kaufen im Supermarkt – beeindruckende Vielfalt an exotischen Früchten zu fantastischen Preisen. Danach brechen wir auf in Richtung Zentrum. Capuhera tanzende Menschen auf der Straße, Livemusik und überall Fußball. Da hier Winter ist, wird es gegen 17.30 Uhr dunkel. Natürlich läuft hier überall Fußball und die Farbe Gelb regiert. Die Menschen sind sehr freundlich und die Freude über die Fußball-WM ist hier überall greifbar.

Am Abend dominieren noch die feiernden Holländer in den Bars, immerhin haben diese mit 5:1 gegen den aktuellen Weltmeister gewonnen. Das Bild ändert sich hoffentlich in den kommenden Tagen, wenn immer mehr Deutsche eintreffen.

Samstag sind wir nach Salvador gefahren und haben uns die Stadt angesehen. Gestern stand dann das große und bekannte Projekt für Meeresschildkröten auf dem Programm. Dies befindet sich nur 500 Meter von unserem Appartement entfernt. Ein bisschen Strand und relaxen darf natürlich auch nicht fehlen, bevor es heute Abend ernst wird und das erste WM-Spiel unserer deutschen Elf auf dem Plan steht.“

Mehr Bilder und Eindrücke zur Brasilien-Reise von Patrick erhalten Sie auf der Facebook-Seite Pokalhelden on Tour.