Neuland – Alltag der Neuland-Medien-Programmierer

Im zweiten Teil unseres Interviews haben wir unsere Programmierer für euch gefragt, was für sie das Besondere an diesem Beruf ist, welche Aufgaben sie erfüllen und welchen Herausforderungen sie bei Neuland-Medien gegenüberstehen.

Was ist für dich das Besondere am Programmieren?

Tobias Brandt: Für mich persönlich die vielen kleinen Erfolgserlebnisse am Tag. Man baut oder programmiert sich eine Schleife, man aktualisiert die Seite, man sieht es funktioniert, man ist freudig und macht weiter – und das im Idealfall den ganzen Tag über.

Jörg Westarp: Die Kreativität und die Freiheit. Es gibt immer mehrere Lösungswege und man hat die Freiheit sich seine eigenen Wege zur passenden Lösung zu suchen und vor allem auch komplett neue Lösungswege. Beim Programmieren gibt es immer wieder neue Techniken, das finde ich super.

Tobias Terhechte: Es gibt immer wieder was Neues. Da ist immer noch eine Technologie, die man dazulernen kann und die Themen gehen einem nie aus. Ein Programmierer muss natürlich immer bereit sein, viele neue Dinge zu lernen und sich ins Neuland zu wagen.

Was genau sind eure Aufgaben?

Tobias Brandt: Die Aufgaben sind sehr vielfältig. Bei Neuland-Medien haben wir ja ein Agenturgeschäft. Deswegen sind es durchgehend wechselnde Aufgaben, wie die Erstellung von Webseiten, Erstellung von Schnittstellen zu bestehenden Warenwirtschaftssystemen oder Erweiterungen und Updates von Webseiten, die wir gemacht haben.

Jörg Westarp: Hauptsächlich mache ich das Front-End-Design und setze damit das Design von Webseiten um. Tobias Brandt und Tobias Terhechte machen eigentlich mehr im Back-End und trotzdem macht jeder auch wieder etwas von allem. Tobias Terhechte zum Beispiel kann sich die kompliziertesten Dinge innerhalb von ein paar Stunden aneignen und dann macht er das auch einfach. Darin ist er wirklich gut. Vor allem richtig komplizierte Sachen, die Tobias und mich sehr lange aufhalten würden, übernimmt Tobias Terhechte gerne. Vor der Ausbildung konnte er noch gar keine Webseiten programmieren. Er hat innerhalb seiner Ausbildung bei Neuland-Medien sehr viel gelernt. Ich setze außerdem unsere Augmented-Reality-Projekte (dt. erweiterte Realität) mit um. Dabei bekomme ich meist das Material wie Marker und 3D-Objekte von unseren Partnern bzw. von unserem Grafiker Jonas Gerner geliefert und programmiere dann die „AR-World“. Zum Beispiel für Modus Consult habe ich zuletzt eine World angelegt bei der eine 3D-Pyramide auf dem Cover des Modus-Magazins dargestellt wird. Ansonsten bin ich sozusagen das Bindeglied von Grafik und Programmierung, da ich als Mediengestalter ausgebildet bin, aber dennoch in der Programmierung sitze. Ich helfe den Kollegen also auch mal bei Bildbearbeitungsaufgaben oder Gestaltungsfragen.

Tobias Terhechte: Ich setze Webprojekte und andere individuelle Kundenwünsche um, die bei uns beauftragt werden. Ein typisches Beispiel ist eine neue Website, meistens handelt es sich jedoch um Anpassungen einer bestehenden Website. Da könnte beispielsweise eine Seitenlasche gewünscht sein, die mit Informationen gefüllt wird und ausfahrbar ist.

Vor welchen Herausforderungen steht ihr bei eurer Arbeit am häufigsten?

Tobias Brandt: CSS-Anpassungen im Hinblick auf den Internet Explorer. Da der Explorer mit Windows 10 jetzt aber Geschichte ist, hoffe ich, dass wir diese Herausforderung nicht mehr so häufig haben werden.

Jörg Westarp: Die größte Herausforderung sehe ich oft darin, die gleiche Sprache zu sprechen wie der Kunde. Wir haben da unseren Projektmanager Patrick Bremehr als Vermittler zwischen dem Kunden und uns. Er versteht den Kunden immer sehr gut, versteht gleichzeitig aber auch uns. Der Kunde sieht die Webseite einfach aus einer ganz anderen Sicht als der Programmierer. Oft hat man zum Beispiel auch sehr viel Zeit investiert in Dinge, die der Kunde auf den ersten Blick nicht sehen kann. Es stecken oft sehr viel mehr Zeit und Kleinigkeiten oder Details hinter unserer Arbeit, als man am Ende optisch wahrnehmen kann.

Tobias Terhechte: Die Aufbereitung von veralteten Websites und die Lesbarkeit von den dazugehörigen Programmiercodes kann manchmal eine Herausforderung sein. Um eine Webseite zu bearbeiten, müssen wir den Programmiercode verstehen und anpassen. Wenn die Programmiercodes mit Techniken entwickelt wurden, die wir vielleicht jetzt gar nicht mehr verwenden, ist die Anpassung eine Herausforderung.

Welche besonderen Fähigkeiten sollte ein Programmierer mitbringen?

Tobias Brandt: Analytisches Denken und eine gewisse Kreativität. Auch wenn sich Programmieren trocken anhört, kann man es auf viele verschiedene Arten einsetzen. Bei uns hat jeder seinen eigenen Stil. Deswegen halte ich kreatives und abstraktes Denken für wichtig.

Jörg Westarp: Auf jeden Fall logisches Denken und Spaß an der Technik. Man sollte immer Lust haben, etwas neues zu lernen und ein Querdenker sein, der Inhalte schnell erfasst. Man muss immer wieder viel nachlesen oder sich ganz neue Dinge aneignen.

Tobias Terhechte: Motivation und Lernbereitschaft. Wenn man sich dagegenstellt, neue Technologien zu lernen, dann wird es schwierig. Es ist mit Sicherheit möglich, dann noch ein paar Jahre mit seinem Wissensstand zu arbeiten, aber es wird auf jeden Fall schwieriger. Mit den Techniken, die im Moment aktuell sind, wird man in fünf Jahren vielleicht nicht mehr arbeiten und Dinge ganz anders machen.

Ist es wichtig, Spezialisten aus verschiedenen Bereichen zu haben?

Tobias Brandt: Aus meiner Sichtweise ja. Spezialisten sind Menschen die von immer weniger immer mehr verstehen. Gerade das Internet ist so schnelllebig, dass man niemals alles wissen kann. Da muss man ganz klar in Spezialgebieten arbeiten. Wir können aber auch auf unser gutes Netzwerk an Experten zurückgreifen.

Tobias Terhechte: Ja, auf jeden Fall. Wir könnten sonst spezielle Kundenwünsche vielleicht nicht intern erfüllen. Das wären oft Techniken, die jeder von uns schon mal gesehen hat, aber worauf keiner spezialisiert ist. Die Programmierung müsste dann ausgelagert werden zu jemandem, der sich damit auskennt – zum Spezialisten eben.

Ihr habt also alle eure spezialisierten Bereiche?

Tobias Brandt: Im Großen und Ganzen schon. Wenn man es ganz grob sagen möchte, teilt sich das Ganze in Front-End- und Back-End-Entwickler ein. Bei uns ist Jörg Westarp ganz klar der schnellste und beste Front-End-Designer mit hohem Qualitätsanspruch. Tobi würde ich momentan mit seinem jetzigen Wissensstand als einen All-Rounder bezeichnen. Ich selber bin eigentlich am Liebsten im Back-End tätig.

Könnt ihr euch untereinander dann überhaupt weiterhelfen?

Tobias Brandt: Ja auf jeden Fall. Daher sitzen wir auch in einer Art Kreis angeordnet. So kann man jederzeit den Monitor drehen und sich die Meinung vom Team einholen. Auf der anderen Seite arbeite ich jetzt schon acht oder neun Jahre mit Jörg zusammen, schon seit der Ausbildung damals. Deswegen sind wir ganz klar Teamspieler.

Tobias, würdest du dich selber auch als All-Rounder bezeichnen?

Tobias Terhechte: Also ich wüsste jetzt nicht, was ich im Endeffekt mehr mache. Es läuft vieles Auf Front-End hinaus, aber bei unseren jetzigen Projekten bin ich auch viel im Back-End und passe da Dinge an. Es ist ungefähr 50/50 würde ich sagen.

Siehst du deine Stärken trotzdem in einer Sache besonders?

Tobias Terhechte: Nein, auch 50/50. Wenn ich mich entscheiden müsste, würde ich das Front-End nehmen. Das wird vom Nutzer gesehen und verwendet. Es ist immer interessant herauszufinden, wie man eine bestimmte Funktionalität einbauen kann. Ich frage mich dann immer wieder, welchen Nutzen diese Funktion für den Nutzer hat und wie es am meisten Sinn macht, diese Funktion zu bedienen. Es ist immer eine Herausforderung, sich in den Kunden oder den Nutzer hineinzuversetzen.

Jörg, wieso hast du dich auf Responsive Design spezialisiert?

Jörg Westarp: Das war eigentlich die Idee von Christian Terhechte. Das war schon eine große Sache. Ich habe bei Neuland-Medien als Freelancer angefangen und dann hat mir Christian Terhechte etwas von Responsive Webdesign erzählt. Daraufhin habe ich mich erstmals damit beschäftigt und erste Webseiten mit dieser Technik erstellt. Damit waren wir hier in der Gegend oder auch in Deutschland mit die Ersten, die überhaupt die Technik eingesetzt haben.

Hast du für Responsive Webdesign Kurse besuchen müssen?

Jörg Westarp: Nein. Ich habe alles selber im Internet nachgelesen. Man sollte als Programmierer immer eine hohe Motivation haben, um Dinge selber neu zu erlernen. Das ist auch das Schöne an Neuland-Medien. Hier bekomme ich die Zeit und die Freiheit, die ich dafür brauche. Ich kann sogar auch sehr viel von zu Hause arbeiten. Das finde ich super und für mich ist das das Besondere an Neuland-Medien. Ich fühle mich hier nicht gestresst oder unter Druck gesetzt.

Was ist für dich sonst noch besonders an der Arbeit bei Neuland-Medien?

Jörg Westarp: Da gibt es ziemlich viel, was besonders ist. Einmal das Team, sowie auch die enorm vielen Freiheiten. Hier wird auf jedes Individuum eingegangen und ich finde, dass es das nicht in vielen Firmen gibt. Hier wird die Firma durch unsere Persönlichkeiten definiert, woanders muss man sich der Firma anpassen.

Den ersten Teil des Interviews mit den Neuland-Medien-Progammierern zum Thema „Was ist eigentlich WordPress, Typo3 oder Joomla?“ findet ihr hier.