Pokémon-Hype und der Spielverderber Datenschutz

Das neue Augmented Reality Spiel Pokémon Go ist derzeit in aller Munde. Und Hand aufs Herz: Wer ist der Pokémon-Hysterie bereits verfallen? Von ihr gepackt, vergessen wir alles um uns herum. Derzeit sehen wir überall auf den Straßen, in Parks und in Fußgängerzonen Versessene auf der Jagd nach „Drowzee“, „Psyduck“ und „Pikachu“.

Genial scheint die Spielidee des ortsbasierten Gaming. Schon lange hat keine APP mehr solch einen Hype ausgelöst. „Man kann #PokémonGO albern finden, aber ist es nicht auch schön, dass mal ein paar Momente ein Spiel die ganze Welt in Atem hält – statt Angst?“, twittert Spiegel online.

Doch wie steht es mit dem Datenschutz? Innerhalb weniger Tage scheint der Hype alles zunichte zu machen, wofür Datenschützer so lange gekämpft haben. Wer sich neu anmeldet, muss sich über sein Google-Konto authentifizieren oder ein sogenanntes „Pokémon Trainer Club Konto“ erstellen.

Doch wer weiß, welche Daten durch die APP aufgezeichnet werden? Und an wen diese von der ehemaligen Google-Tochter Niantic weitergegeben werden? Und was ist mit dem Persönlichkeitsrecht der vielen fremden Menschen, die unwissentlich auf den derzeit Millionen von Screenshots im Netz abgebildet werden?

Zuletzt stellt sich noch die Frage: Wem gehört die neue soziale Datenbank mit den riesigen Mengen an GPS-Daten? Hat Google oder die Alphabet Inc. Zugriff darauf? Wir wissen es nicht – und scheinbar lässt der Hype diese Fragen vergessen, denn diese Datenbank wird derzeit von Millionen Menschen mit neuen Informationen gefüttert.