Suchmaschinenoptimierung: Beeinflussen Social Signals doch das Ranking?

Immer wieder bekommen wir die Frage gestellt: Beeinflussen Social Signals das Google-Ranking? Eine eindeutige Antwort seitens Google gibt es dazu nicht, was auch der Grund dafür ist, dass die Experten keine Stellung dazu nehmen. Mat Cutts, Chef des Webspam-Teams beim Suchmaschinenanbieter Google, ist jedoch der Meinung, dass die Search Engine Social Signals nicht werten würden.

Aktuell haben die Social Signals vielleicht noch keinen offziellen Einfluss auf das Suchmaschinen-Marketing, dennoch spielen sie eine enorm wichtige Rolle für das Online-Marketing. Schließlich generieren Social Signals Reichweite. Und so scheint, als hätte auch der Suchmaschinenanbieter die Relevanz der Social Signals als Metrik erkannt.

Update ja, aber kein Panda

Im Gegensatz zu früher, wird sich Google zukünftig bedeckt halten, was neue Algorithmus-Updates angeht. So wurde beispielsweise im Mai eine enorme Verschiebung im Ranking festgestellt, für die es im Vorfeld keinerlei Ankündigungen von Google gab. Erst im nachhinein gestand Google, dass es eine von Panda unabhängige Änderung des Kernalgorithmus in der Bewertung des qualitativen Inhaltes gab, die sowohl unabhängig als auch grundlegend war und letztendlich zum veränderten Ranking führte. Dass das Update nicht mit Panda in Verbindung gebracht wurde, überraschte viele: Das Panda-Update bewertet den Inhalt nach qualitativen Faktoren wie beispielsweise Relevanz und Qualität der aus- sowie ausgehenden Links, des Inhalts selbst und vieles mehr. Zwar können Social Signals die Relevanz der Inhalte abbilden, jedoch zählten sie bisher nicht zu den offiziellen Panda-Faktoren.

Simon Penson, der Gründer der britischen Agentur Zazzle Media, konnte mit Hilfe eines Messtools, welches Schlüsselrankingfaktoren branchenübergreifend trackt, eine höhere Gewichtung von Verweildauer und Usability und eine Neugewichtung von Social Signals feststellen.

Datenbasierte Analysen deuten auf Relevanz neuer Faktoren

Verweildauer

Anhand des Diagramms lässt sich der unmittelbare Zusammenhang zwischen der Verweildauer auf einer Seite und dem Ranking bei Google feststellen.

 

Absprungrate

Bei der Absprungrate ist kein eindeutiger Zusammenhang mit dem Ranking zu erkennen. Dennoch fällt auf, dass Webseiten, die nur geringe Absprungraten aufweisen, überwiegend die vorderen Plätze auf den SERPs (Search Engine Result Pages) belegen.

 

Social Signals

Da die Analysen noch nicht umfangreich genug sind, kann noch keine definitive Aussage dazu getroffen werden, wie einflussreich die Social Signals auf das Ranking nun wirklich sind. Doch die Aussage von Google, dass das Teilen eine eindeutige Bestätigung von Qualität sei und die erneute Zusammenarbeit mit Twitter, könnten ein Hinweis darauf sein, dass der Algorithmus auch die Social Signals verschiedener Plattformen wertet.

Hochwertiger Content wird geteilt

Nachdem die SERPs nun über mehrere Wochen hinweg analysiert wurden, konnte das Tool eine eindeutige Verschiebung im Ranking konstatieren. Im Gegensatz zu Twitter konnten vor allem Facebook und Google+ einen eindeutigen Anstieg verzeichnen. Demnach ist weiterhin enorm wichtig, qualitativ hochwertigen Content zu erstellen, der viel Potential einer hohen Verweildauer mit sich bringt und über die sozialen Netzwerke geteilt wird. Unser Fazit lautet: Für ein gutes Ranking wird es immer wichtiger, die Inhalte für sein Zielpublikum zu erstellen, um so ihr Engagement zu fördern.

Unternehmen, die das Bildernetzwerk Pinterest noch nicht in ihre Social Media Strategie verankert haben, sollten spätestens jetzt darüber nachdenken. Schließlich war Pinterest 2014 mit einem Wert von 97 Prozent das am schnellsten wachsende soziale Netzwerk. Auch die Userzahlen und die Zeit, die User auf Pinterest verbringen, steigen stetig an. In Deutschland gehört Pinterest neben Facebook, Twitter und Instagram zu einer festen Größe in den sozialen Netzwerken.

Aufgrund dieses Erfolges wird Pinterest mehr und mehr für Unternehmen interessant. Aber wie können diese Pinterest für sich nutzen? Mit unserem Pinterest-Leitfaden für Unternehmen möchten wir Ihnen zunächst die wichtigsten Funktionen dieses Netzwerkes vorstellen, bevor wir auf die konkreten Möglichkeiten für Unternehmen eingehen.

Was ist eigentlich Pinterest?

Pinterest lässt sich am einfachsten als virtuelle, interaktive Pinnwand erklären. Der Name Pinterest ist übrigens ein Kofferwort, zusammengesetzt aus Pin, was so viel wie etwas anpinnen bedeutet und Interest, also Interesse.

Bei Pinterest geht es um das Entdecken und Erleben von Inhalten. „Visuelles Bookmarking“ ist hier das Stichwort. Oder wie Pinterest es selbst definiert: „Pinterest ist ein Ort, an dem du dir Ideen von Gleichgesinnten für all deine Projekte und Interessen holen kannst.“

Schreiben Sie beispielsweise für einen Modeblog oder sind selbst Modehersteller, dann können Sie ein Foto von einer Jeans an Ihre Pinnwand pinnen, das Sie auf Ihrer Internetseite veröffentlicht haben. Pinterest-Nutzer, die sich für Jeans interessieren, werden so auf Ihr Foto aufmerksam und pinnen es. So können Sie Pinterest bequem dafür nutzen, Ihre eigenen Produktfotos hochzuladen und über Pinterest zu streuen.

Jeder Nutzer hat die Möglichkeit sich eine Pinnwand zu seinen persönlichen Interessen zu erstellen und diese anderen zur Verfügung zu stellen. Aber nicht nur das: Die User können auch in vorhandenen Pins der anderen Nutzer stöbern und diese im eigenen Netzwerk teilen. Ähnlich wie bei Twitter können die Mitglieder anderen Nutzern folgen und so über neue Eingänge auf deren Pinnwänden, auch „Boards“ genannt, informiert werden.

Mit seinem Schwerpunkt auf Fotos und Bildern ist Pinterest das ideale Netzwerk für Smartphone-Besitzer. Denn diese können aufgenommene Fotos direkt von unterwegs mit anderen auf Pinterest teilen.

Was sind Pins?

© Pinterest.com/Screenshot

Pins sind visuelle Lesezeichen, die in der Regel mit der Webseite verknüpft sind. Der Nutzer speichert zunächst zwar nur den Pin, kann aber später wieder darauf zurückkehren, um beispielsweise mehr darüber zu erfahren, wie ein Gericht zubereitet wird, das gepinnt wurde, oder wo man den gepinnten Artikel kaufen kann. Daher sollte bei neuen Pins stets darauf geachtet werden, dass ein Link eingebunden wird. Schließlich lebt Pinterest von der organischen Viralität. Besonders bei produktbezogenen Pins ist das enorm wichtig, um die potentiellen Kunden direkt zum Produkt und möglicherweise sogar zur Kaufoption zu leiten.

Hier sehen Sie einen Beispiel-Pin zum Thema Mallorca – eine schöne Inspiration für den nächsten Urlaub.

Wie funktionieren Pinnwände?

Pins können auf den von Ihnen erstellten virtuellen Pinnwänden zu unterschiedlichen Themen gespeichert werden. Ideal um die verschiedenen Facetten Ihres Unternehmens oder Ihrer Marke darzustellen. Dabei sollten Sie darauf achten, dass Sie jeder Pinnwand einen eindeutigen Namen und einen ansprechenden Cover-Pin zuweisen. So können sich die Pinterest-Nutzer schnell ein Bild davon machen, welche Inhalte die einzelnen Pinnwände enthalten. Erstellen Sie zudem für jeden Pin eine gut durchdachte Beschreibung mit den passenden Schlagwörtern, damit Ihre Inhalte interessanter werden und vor allem leichter gefunden werden. Im Idealfall pinnen Sie immer mehrere Pins gleichzeitig, die zusammen eine Geschichte erzählen. Denn ein Pin eines tollen Kleidungsstückes neben dem Ort, der den Designer zu diesem Stück inspiriert hat, erregt mehr Aufmerksamkeit, als das reine Produktfoto.

Das Hochladen von Pins ist nur eine Option – gängiger ist das sogenannte Repinnen. Beim Repinnen werden Pins von anderen Nutzern auf einer thematisch passenden Pinnwand gespeichert und so auf dem eigenen Pinterest-Profil geteilt.

 

Hier eine Beispiel-Pinnwand zum Thema WebDesign. Über den „Folgen“-Button, erhalten Sie alle neuen Pins dieser Pinnwand im Newsfeed.

Was ist der Nutzen für Unternehmen?

Während auf Twitter in Echtzeit und meist spontan kommuniziert wird, auf Facebook aktuelle und vergangene Ereignisse geteilt werden, wird auf Pinterest eher zukunftsorientiert gepinnt. Sprich: Die Nutzer speichern hier in der Regel Dinge, die sie in der Zukunft erleben oder kaufen möchten. Und genau hier liegt das Potenzial für Unternehmen – denn hinter jedem Pin kann das firmeneigene Produkt und eine mögliche Kaufentscheidung liegen.

Best-Practice-Cases: Beispiel Sony

In den Pinterest Success Stories finden Sie zahlreiche Use-Cases, die anschaulich beschreiben, wie große Marken bereits ihre Zielgruppen über die Pinnwände ansprechen.

Die Firma Sony bietet seiner Zielgruppe einen Pinterest-Newsletter und verschiedene Pinnwände, an denen die User selbst Bilder posten können die mit Sony-Produkten aufgenommen wurden. Der Newsletter enpfiehlt bestimmte Pinnwände, wo neue Dinge gepinnt wurden. Nach den Angaben von Pinterest verzeichnet dieser Newsletter sehr gute Öffnungs- und Response-Daten.

© Pinterest.com/Screenshot

 

Lesetipp: In einem ihrer aktuellen Beiträge stellt die INTERNET WORLD Business die schönsten Profile von Marken und Unternehmen vor.

Vor einigen Tagen hat unser Agenturkollege und ebenfalls Social Media OWL Vereinsmitglied Thomas Kilian von der Thoxan GmbH aus Hille einen sehr interessanten Fachbeitrag über neue Entwicklungen in der Suchmaschinenoptimierung veröffentlicht. Er schreibt, dass sich dieses Thema in den vergangenen Jahren massiv verändert habe und dass der Mensch bzw. die Zufriedenheit der Internetnutzer wieder im Mittelpunkt des Google-Algorithmus stünden. Wir haben die Gelegenheit genutzt, Thomas einige Fragen über diese Entwicklung zu stellen, worauf es im Jahr 2015 tatsächlich ankommt.

Thomas, Du bewertest die Veränderungen in der Suchmaschinenoptimierung ja sehr positiv („wirklich fantastisch“), wie kommt es dazu?

Naja, zum Einen freut mich, dass Google die Nutzerzufriedenheit so hoch aufhängt und endlich aktiv gegen Spam und unnatürliche, minderwertige Inhalte und Verlinkungen vorgeht. Es ist sicher noch nicht alles perfekt (und es gibt auch nach wie vor schwachsinnige Ergebnisse unter den TOP10 bei bestimmten Suchbegriffen), aber die Richtung stimmt und darauf kommt es an! Google wird immer besser daran, die Bedürfnisse der Suchenden zu erkennen und eine Art „Intuition“ zu entwickeln, um wirklich hilfreich zu sein.

Zum anderen freut mich, dass wir als Agenturen im Rahmen der Suchmaschinenoptimierung nachhaltige, qualitativ hochwertige Arbeit leisten können, weil Unternehmen langsam feststellen, dass sie mit „Abkürzungen“ nicht mehr weit kommen. Dies scheint mir in den vergangenen Jahren etwas in Vergessenheit geraten zu sein. Viele waren nicht bereit, in hochwertige Inhalte und sinnvolle, nützliche Verlinkungen zu investieren. Sie haben lieber vermeintlich günstige Angebote wahrgenommen, mit denen sich ja über einen längeren Zeitraum durchaus Erfolge erzielen ließen. Wir haben als Agentur diesen Trend nur bedingt mitgemacht, aber es war schon sehr schwer zu argumentieren, warum wir nicht einfach hunderte von Billig-Links organisieren wie es Wettbewerber A und B machen oder Texte automatisch erzeugen lassen etc. Hier findet gerade ein Umdenken statt, was unserer Arbeitseinstellung und Ausrichtung als Agentur sehr entgegen kommt.

Was heißt „nur bedingt mitgemacht“, habt Ihr denn nie Links getauscht, gekauft oder mit Keyword-optimierten Texten versucht, die Websites Eurer Kunden zu optimieren?

Doch na klar, ich will das gar nicht schönreden, wir haben natürlich auch massenhaft Keywords in Texten untergebracht oder Links getauscht. Aber wir haben immer darauf geachtet, dass die Texte nach wie vor lesbar und sinnvoll strukturiert waren oder dass Verlinkungen aus einem themenrelevanten Umfeld kamen, beispielsweise in Form von echten Gastbeiträgen oder durch Presseveröffentlichungen. Früher war es schon mehr üblich, „harte Keywords“ direkt zu verlinken, um die Rankings positiv zu beeinflussen, manche Kunden haben auch solche Dienstleistungen aktiv beauftragt („Buchen Sie 10 Links von Pagerank-starken Websites mit dem Ankertext -Superwort- innerhalb von 6 Monaten“). Im Großen und Ganzen konnten wir uns aber immer durchsetzen, etwas mehr Abwechslung reinzubringen und den natürlichen Charakter zu bewahren. Deshalb haben nur sehr wenige unserer Kunden eine echte Abstrafung erhalten – auch weil wir nach Bekanntwerden der ersten großen Algorithmus-Updates proaktiv informiert und gegen so manche Link- und Textsünde vorgegangen sind.

Was genau bedeutet „Abstrafung“, hat das etwas mit diesem Panda- und Pinguin-Update zu tun?

Das sind zwei Paar Schuhe! Eine Abstrafung ist eine manuelle Maßnahme von einem Google-Mitarbeiter aus dem Search-Quality-Team. Wenn Deine Website genügend negative Signale aussendet, die Suchergebnisse mit manipulativen Maßnahmen zu beeinflussen, geht vermutlich in Dublin eine rote Lampe an und dann schaut sich ein Mitarbeiter die Probleme an. Über die Webmaster-Tools trudelt dann eine Nachricht ein, dass Google eine Penalty verhängt, meistens auch mit relativ starken Einbußen in der Sichtbarkeit. Es kann also sein, dass ein Webprojekt dadurch einzelne Rankings oder sogar die Positionierung vieler Keywords verliert. Ab dem Zeitpunkt kommen dann natürlich keine Besucher mehr über diese Begriffe auf die eigene Website. Gerade Online-Händler mussten dies hart spüren, weil damit natürlich auch Umsatz-Einbußen einhergehen …

… und wie wird man eine solche Penalty dann wieder los?

Das kommt darauf an, um welche Art von Abstrafung es sich handelt. In den meisten Fällen mahnt Google ein unnatürliches Linkprofil, bestehend aus minderwertigen, getauschten, gekauften oder durch wiederholte Linktexte aufgefallene Backlinks an. Bei einer manuellen Abstrafung musst Du das Problem beheben und dann einen Antrag zur Wiederaufnahme stellen, den sogenannten „Reconsideration Request“. Das ist eine Nachricht über die Webmaster-Tools an Google, dass das Linkprofil bereinigt ist. Dies zu erreichen, kostet viel Blut, Schweiß und Tränen, denn neben der Analyse der minderwertigen Links müssen auch Webmaster kontaktiert und um Löschung der Links gebeten werden. Wo dies nicht gelingt, bietet Google die Möglichkeit einer Entwertung über das „Disavow-Tool“. Hier kannst Du Links einreichen, die von Google nicht mehr berücksichtigt werden sollen.

Warum sich dann die Mühe machen und Links abbauen, wenn Du doch einfach alle über das Disavow-Tool entwerten kannst?

(lacht) Ja, gute Frage! Die stellen mir Kunden auch jedes Mal! Bei einer manuellen Abstrafung muss ja ein Mitarbeiter über die Wiederaufnahme entscheiden, schließlich liegt in der Regel ein „massiver Verstoß“ vor. Die Jungs wollen schon sehen, dass sich ein Website-Betreiber Mühe gibt mit dem Abbau und dass er alles getan hat, um das Problem auch wirklich aus der Welt zu schaffen. Beim Antrag ist eine Protokollierung der abgebauten Links und der Vorgehensweise unserer Erfahrung nach sehr hilfreich. Wenn ich alle schädlichen Links nur zur Entwertung vorschlage, reicht das in den meisten Fällen nicht aus, um die Penalty loszuwerden. Wir haben am Anfang bei eigenen Projekten drei oder vier Anträge gestellt und mussten immer noch eine Runde drehen, bis die Abstrafung aufgehoben wurde, deshalb machen wir mittlerweile gleich eine richtige Säuberungsaktion und heben uns das Disavow-Tool für den nicht löschbaren Rest auf.

Hier gibt es übrigens den größten Unterschied zum Pinguin-Update. Dieser Filter wirkt ebenfalls gegen unnatürliche und minderwertige Verlinkungen, jedoch automatisch im Rahmen des Google-Algorithmus. Hier gibt es keine Wiederaufnahme oder gar einen Antrag, sondern bei Veränderung des Linkprofils stellen sich die Ergebnisse (nach einer gewissen Zeit) meistens von alleine wieder ein. Wir haben die Linkprofile unserer Kunden und von eigenen Projekten proaktiv auch ohne manuelle Abstrafung überprüft und Links abgebaut bzw. über Disavow entwertet, um gar nicht erst im Pinguin-Filter zu landen oder wieder dort rauszukommen.

Ist das für eine SEO-Agentur nicht eine schwierige Situation, wenn Kunden eine Abstrafung erhalten oder in diesem Pinguin-Filter landen?

In der Tat ist das erst einmal nicht ganz leicht, damit umzugehen. Zumal die ganze SEO-Szene ziemlich verunsichert und aufgebracht war. Die gehäuften Abstrafungen sowie das erste Pinguin-Update im Frühjahr 2012 haben für viel Unruhe gesorgt, keiner wusste so recht, worauf er sich einstellen sollte. Wir haben selbst einige unserer eigenen Projekte „an die Wand gefahren“ und viele Rankings verloren, allerdings war zu der Zeit keine unserer Kunden-Websites betroffen. Ich habe dennoch relativ schnell das Gespräch mit allen Kunden gesucht, für die wir aktiv Suchmaschinenoptimierung oder Linkaufbau durchgeführt haben, um die Veränderungen zu erklären und geeignete Strategien zu besprechen. Da Google mit jedem neuen Pinguin-Update (das ist kein einmaliges Ereignis, sondern ein fortlaufender Prozess!) die Daumenschrauben weiter angezogen hat, waren zwischenzeitlich einige wenige Kunden von uns betroffen (überwiegend aufgrund von zu häufigen Keyword-Ankertexten), aber wir haben das immer offen und transparent kommuniziert und gemeinsam Lösungen erarbeitet, um aus dem Filter wieder herauszukommen. Manche Projekte brachten auch schon „Altlasten“ mit, wurden vor unserer Zeit ungünstig verlinkt oder Kunden haben mehrere Dienstleister parallel mit dem Linkaufbau beauftragt, was wir dann erst über die Linkprofil-Analyse im Detail festgestellt haben.

Leider ist die Ursache für fallende Sichtbarkeit nicht immer ganz klar zu erkennen, weil ja viele verschiedene Faktoren zusammenkommen. Neben den Verlinkungen geht es auch um die Aktualität der Website („Freshness“) sowie die Qualität der Inhalte. Gerade in diesem Bereich hat Google durch das zweite Tierchen, den Panda-Filter ja ebenfalls für Wirbel gesorgt. Hier soll minderwertiger Content erkannt und abgewertet werden, etwa bei Duplicate Content, bei sehr mageren Informationen, gespinnten Texten oder allzu plumper Keyword-Wiederholung. Wir arbeiten bei fallender Sichtbarkeit also immer ganzheitlich an verschiedenen Bereichen, sowohl bei der Linkstruktur als auch auf den Inhalt und die Technik bezogen.

Jetzt habe ich neulich noch was vom „Kolibri“ gehört, in welcher Form straft dieser Vogel denn die Website ab?

Das „Hummingbird“-Update aus dem Spätsommer 2013 soll dazu dienen, die Absicht oder das Bedürfnis hinter einer Suchanfrage zu verstehen. Der Kolibri straft also nicht ab, sondern sorgt im besten Fall für relevantere Suchergebnisse. Es geht also nicht mehr um einzelne Keywords, sondern um passende Bedeutungszusammenhänge.

Wer nach „Pizza“ sucht, möchte entweder direkt bestellen (Pizzadienst), seine Pizza selbst machen (Rezept), sich inspirieren lassen (Bilder), die Nährwerte und Kalorien nachschlagen (Angaben) oder die Geschichte und Herkunft dieses Gerichts erfahren (Wissen). Um die Ausrichtung der eigenen Website zu verdeutlichen, kommen strukturierte Daten bei der Programmierung zum Einsatz, aber auch die Verwendung von sogenannten Proof-Keywords. Bin ich ein Online-Shop, sollte der Begriff „kaufen“ oder „bestellen“ im Text vorkommen, bin ich eine Ratgeber-Seite wären diese Wörter eher kontraproduktiv. Wenn Google die Intention einer Suchanfrage nicht genau deuten kann, schlägt die Suchmaschinen unter den ersten Treffern Angebote aus verschiedenen Bereichen vor und misst, worauf die Nutzer wohl am meisten anspringen. So wird das System im Laufe der Zeit (hoffentlich) immer besser.

Ist das der von Dir angesprochene Punkt der Nutzerzufriedenheit, der immer mehr das Ranking beeinflusst?

Unter anderem ja, aber auch die direkten Nutzersignale wie die Abbruchquote („Bounce-Rate“), die Aufenthaltsdauer eines Besuchs, die Form der Interaktion, ob ein Besucher konvertiert (eine Bestellung auslöst oder ein Formular ausfüllt), all dies können Indikatoren sein. Wir prüfen deshalb sehr gezielt mit verschiedenen Analyse-Tools, wie die Nutzer auf Inhalte reagieren. Auch sind Textlänge, Textstruktur, die Art der Gestaltung einer Website, die Häufigkeit von Werbung und Bannern, die Ladezeit und viele weitere, technische Faktoren wichtig, um hier zu einer Bewertung zu kommen. Jüngst hat Google angekündigt, dass ab Ende April die Mobilfreundlichkeit einer Website ebenfalls zum Ranking-Faktor wird. Doch ich bin kein großer Fan von „Responsive Design“ (Gestaltung einer Website angepasst an das jeweilige Endgerät, etwa Smartphone oder Tablet-PC). Denn es berücksichtigt häufig nicht die Nutzerinteressen. Wir sollten lieber von Responsive Content sprechen, der sich je nach Bedürfnis der User verändern sollte – ein hochspannendes Feld, das uns auch als Suchmaschinen-Optimierer noch einige Jahre begleiten wird!

Search Engine Optimization (SEO), zu Deutsch Suchmaschinenoptimierung, spielt in unserer digitalen Welt eine wesentliche Rolle und kann grundsätzlich ausschlaggebend sein, für Erfolg oder Misserfolg von Firmen, Agenturen oder Organisationen. Es scheint offensichtlich, dass eine gute Suchmaschinenoptimierung für jedes Unternehmen als Standardausrüstung gelten sollte.

Warum aber ist es so schwierig, eine gute SEO zu betreiben und warum wagen sich viele Unternehmen zögernd oder gar nicht an dieses Feld heran?

Kristine Schachinger, hat sich mit den Mythen der SEO auseinandergesetzt und es wird deutlich klarer, warum viele Unternehmen dem Entschlüsseln des von Google verwendeten Algorithmus eher skeptisch gegenüberstehen oder grundlegenden Fehlern auf den Leim gehen.

Zuallererst ist es wesentlich, dass der Stellenwert und die Bedeutung von SEO erkannt werden. SEO ist ein Verfahren, welches durch seine Undurchsichtigkeit als nicht greifbar empfunden werden kann und somit oft in seiner Wichtigkeit unterschätzt und gerne übergangen wird. Ein essentieller Fehler sei zudem zu denken, SEO sitze auf dem absteigenden Ast. So lange Google nicht an Relevanz verliert, wird es auch der Optimierung nicht an Dringlichkeit mangeln.

Google passt seinen Algorithmus immer wieder den neuesten Entwicklungen an, sodass nie von einer fertigen Suchmaschinenoptimierung gesprochen werden kann. Auf diese Weise stehen in diesem Bereich prinzipiell alle Türen der Zukunft offen. Aber genau das, erscheint für viele als ein grundlegendes Problem. Lässt man sich doch leicht abschrecken, von einer rastlosen und nie enden wollenden Bewegung, die noch dazu keine Lücken zulässt. Denn nur wer SEO in seiner ganzen Bandbreite betreibt, betreibt gute SEO. Es bedarf dauerhaft wissbegierigen Spezialisten, die nicht immer leicht zu finden sind und deshalb in ihrer Rarität ordentlich den Geldbeutel der Unternehmen strapazieren.

Wer als Unternehmen außerdem eine gewinnbringende Webseite führen möchte, kommt um möglichst präzise und aktuelle Audits nicht herum. Die Schwächen und Lücken einer Webseite zu erkennen bedarf gründlicher Arbeit, die immer wieder auf den aktuellsten Stand gebracht werden muss. Schwächen finden sich oft auch in der Vermarktung und so ist zur Verbesserung eine Zusammenarbeit mit Online-Marketing-Agenturen unabdingbar. Das erfordert Flexibilität und gute Kommunikationsfähigkeiten des SEO-Spezialisten, was sein eigentliches Aufgabengebiet übersteigt, jedoch für lückenlose Optimierung der Webseite notwendig ist.

Sollte man sich also als Unternehmen genauer überlegen, ob sich gute SEO finanziell und zeitlich auszahlt?

Wenn man sich mal sein eigenes Suchverhalten im Internet vor Augen führt, dürfte schnell klarwerden, wie sehr man als Unternehmen von einer guten Optimierung profitieren kann. Wie viel Geduld haben wohl User bei der Suche am Laptop oder über das Handy und wie oft schauen sich potentielle Kunden überhaupt Seite zwei der Suchergebnisse an?

Es ist offensichtlich, dass die Position unter den angezeigten Ergebnissen eine wesentliche Rolle in der Präsenz der einzelnen Webseiten spielt. Hohe Präsenz, das bedeutet automatisch steigende Bekanntheit, was gleichzeitig einen höheren Wiedererkennungswert bei den Kunden hervorruft und dadurch zu mehr Vertrauen vom Kunden zum Unternehmen leitet. Ein wesentlicher Bestandteil von SEO ist es doch schließlich, den Bekanntheitsgrad des entsprechenden Unternehmens zu erhöhen. So erscheint es fast ironisch sich zu fragen, ob man ernsthaft betriebene Suchmaschinenoptimierung in sein Geschäft einbauen sollte.

Das Texten von Facebook-Posts gehört mittlerweile zur Routine. Aber wann ist eigentlich der beste Zeitpunkt, Beiträge auf Facebook zu veröffentlichen? Zu diesem Thema gibt es mittlerweile unzählige Studien, anhand derer man durchaus von „idealen Postzeiten“ sprechen kann – also von Zeiten, in denen die Beiträge zur entsprechenden Geltung kommen.

bit.ly hat sich diesem Thema beispielsweise angenommen und anhand der Clicks herausgefunden, dass Beiträge die zwischen 13 und 16 Uhr geteilt werden, die höchste Klickrate haben. Die Spitzenzeit dabei ist Mittwochs um 15 Uhr. Dagegen haben Inhalte, die nach 20 Uhr und vor 8 Uhr geteilt werden, Schwierigkeiten die Masse zu erreichen.

Wir von Neuland-Medien sehen das ein wenig anders. Den einen richtigen Zeitpunkt, der für alle gilt, gibt es nicht. Unserer Meinung nach, ist es ein großer Unterschied, ob man mit seinen Aktivitäten Privat- oder Geschäftskunden erreichen möchte. Und ebenso entscheidend ist auch, in welcher Branche Sie sich bewegen.

Die Statistiktools von Facebook geben mittlerweile sehr genaue Hinweise, wann Beiträge besonders gut wahrgenommen werden und wann nicht. Hier das Beispiel unserer Neuland-Medien-Facebook-Seite:

Dieses Beispiel zeigt, dass auf unsere Facebook-Seite hauptsächlich während den normalen Arbeitszeiten zugegriffen wird, wobei interessanterweise kein großer Unterschied zwischen den einzelnen Arbeitstagen und dem Wochenende besteht.

Eine weitere Hilfestellung bieten die demografischen Daten der Facebook-Fans. Durch diese Daten bekommen Sie beispielsweise den Hinweis, ob einige Ihrer Fans in einer anderen Zeitzone leben. In dem Fall wäre ein anderes Timing zu berücksichtigen.

Unsere Empfehlung: Analysieren Sie Ihre Fans, versuchen Sie deren Tagesablauf zu identifizieren und posten Sie möglichst dann, wenn Ihre Fangemeinde auf Ihr Smartphone schaut oder am Rechner sitzt. Ein generelles Erfolgsrezept für das perfekte Timing in den sozialen Netzwerken gibt es leider nicht.

Viele große, mittelständische und kleine Unternehmen haben es bereits getan – sie haben ein Unternehmensvideo gedreht. Schließlich ist die Videowerbung im Internet ein zukunftsweisender Trend.  Daher war das Neuland-Medien-Unternehmensvideo längst überfällig.

Ein Standard-Video kam für uns aber nicht in Frage. Wir wollten etwas anderes. Denn wir bei Neuland-Medien sind ein „bunter“ Haufen an Charakteren und Profilen. Und genau das, sollte in unserem Unternehmensvideo rüber kommen. Bei uns sollten nicht die Produkte und Dienstleistungen im Vordergrund stehen, sondern die Menschen. Wir wollten ein Video, dass unsere Charaktere authentisch wieder gibt, mit all unseren Ecken und Kanten. Schließlich sind wir alle nur Menschen …

Wenn auch Sie ein Unternehmensvideo der etwas anderen Art wünschen, sprechen Sie uns einfach an. Wir sind uns sicher, dass Videomarketing die Zukunft ist. Warum? Zwei zentrale Vorteile haben wir hier für Sie aufgelistet:

  1. Nutzer lieben Videos: Internetnutzer schauen viele Videos und kaufen eher Produkte, von denen sie vorher ein Video gesehen haben. Videos werden zudem eher über E-Mails oder Social Media weiter verbreitet und unterstützt somit das Empfehlungsmarketing.
  2. Google liebt Videos: Videos sind perfekt für eine effektive Suchmaschinenoptimierung und werden, wenn sie geschickt in den Social Media Netzwerken eingestellt werden, in den oberen Rängen der Suchergebnisse angezeigt.